46. Jahrtag der Meraner Schützen

An die vierzig Salzburger Gäste fanden sich zur Feier des 46. Jahrtages der Schützenkompanie Meran-Stadt am Sonntag, den 11. Dezember 2005 in Meran ein. Unter ihnen Vertreter der Salzburger Stadtregierung mit Stadträtin Renate Huthmann, Abordnungen der Prangerschützen aus Salzburg-Liefering mit ihrem Obmann Alois Wallner, Abordnungen des Salzburger „Erzherzog-Rainer-Regiments 59“ unter dem Kommando des Oberleutnants Reinhold Jaksch, Abordnungen des Dragoner Regiments, der Schützenkompanie Zell am See, der Kameradschaft „Hohensalzburg“ und der Kameradschaft Bischofshofen.
 
Sie alle wurden bereits am Samstag in Bozen vom Bundeskulturreferenten des Südtiroler Schützenbundes Major Peter Piock empfangen, um eine Besichtigung der Stadt Bozen vorzunehmen.
 
Am Samstag abend bereiteten die Meraner Schützen ihren Gästen einen fröhlichen Empfang mit Musik und Unterhaltung im Felsenkeller am Zenoberg.
 
Pünktlich um 9.30 Uhr nahmen am Sonntag in der Karl-Wolf-Straße die Salzburger-  gemeinsam mit der Schützenkompanie Meran-Stadt  sowie Schützen der Partnerkompanie Innsbruck-Wilten unter dem Kommando ihres Hauptmannes Andreas Raass, Abordnungen der Schützenkompanie Blasius-Trogmann aus Untermais mit Hauptmann Uwe Cainelli, Abordnungen der Schützenkompanie Andreas-Hofer-Meran mit Hauptmann Arnold Pöhl sowie Ehrengästen aus Politik und verschiedenen Meraner-Vereinen Aufstellung.
Die vielen auswärtigen Besucher des weihnachtlichen Merans staunten nicht wenig als der Festzug mit Fahnen, Trachten und Traditionsuniformen – begleitet von den Klängen der Stadtmusikkapelle Meran – durch die Gassen der Stadt marschierte.
 
Nach der von Dekan Dr. Albert Schönthaler und Kompaniekurat Pater Martin Steiner  in der Pfarrkirche St. Nikolaus zelebrierten Messe für die Meraner Schützen folgte ein Festakt am Unteren Pfarrplatz, der mit der Meldung des Schützenhauptmannes Renato des Dorides an den Höchsanwesenden begann. Bürgermeister Dr. Günther Januth schritt gemeinsam mit dem Bundesgeschäftsführer des Südtiroler Schützenbundes Major Elmar Thaler die lange Ehrenfront der Schützen ab. Es folgte die Auszeichnung einiger verdienter Schützen. Zur Ehre der Tiroler Landeshymne  - gespielt durch die Stadtmusikkapelle Meran -  präsentierten die Schützen stolz ihre Gewehre. Beim anschließenden Festakt im Großen Nikolaussaal überbrachten die Gäste aus Salzburg Grüße des Salzburger Bürgermeisters Dr. Heinz Schaden und überreichten verschiedene Präsente. Nach Grußworten und Ansprachen erinnerte der Hauptmann der Meraner Schützen an die Wiedergründung der Schützenkompanie im Jahre 1959 und ehrte die anwesenden  Gründungsmitglieder Karl Rohrer, Gottfried Folie und Christian Folie.
 
Viel Zustimmung und langen Applaus fand die gezielte Anregung an die Meraner-Stadtväter etwas mehr im Sinne einer echten Partnerschaft der Städte Meran – Salzburg zu unternehmen. Neben vielen italienischen Helden – Dichtern- und Städtebezeichnungen als Straßennamen in unserer alten – kaiserlich-österreichischen – Kurstadt, müsste es heute doch endlich wieder möglich sein eine „Innsbrucker-Straße“ und eine „Salzburger-Straße“ zu benennen. Wir müssen lernen, uns etwas mehr zu trauen, unsere deutsche Sprache und Kultur zu verteidigen und durchzusetzen. 
 
Viel Zuviele haben sich mit Aufgezwungenem abgefunden. Wir Schützen werden eine Assimilierung niemals akzeptieren.
 
Unsere kulturelle Wiege ist unser Vaterland Österreich – im Geiste stehen wir nun einmal Tirol und der Landeshauptstadt Innsbruck näher als Verona, Mailand oder Rom und dem uns vor
87 Jahren – gegen unseren Willen – aufgezwungen südlichen „Flair“ von „BELLA ITALIA“....!!
 
„Hier ist immer noch Tirol...!! Wir Schützen setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass Tirol auch Tirol bleibt“, so Hauptmann Renato des Dorides.
 
Offiziere der Kommandantschaft präsentierten im bis zum letzten Platz gefüllten Festsaal die alte Fahne der Meraner Standschützen von 1915, die einer dringenden, aber kostenspieligen
Restaurierung bedarf. So wurde eine Sponsorenaktion „Stiftung zur Erhaltung der Meraner-Standschützenfahne“ ins Leben gerufen, die erfreulicherweise guten Anklang fand. Bleibt zu wünschen, dass somit ein Teil der Kosten gedeckt wird.
Marketenderinnen und Jungschützen sorgten mit Weihnachtsliedern und einem Krippenspiel für einen besinnlichen Abschluß dieser Schützengeburtstagsfeier.

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