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Gedenken an die Gefallenen beider Weltkriege am Meraner Soldatenfriedhof

08.11.2015

Auch am Seelensonntag in diesem Jahr - heuer am 8. November 2015 - lud der Verein zur Pflege des Deutsch-Österreichischen-Ungarischen Soldatenfriedhofs in Meran zur Gedenkfeier für die Gefallenen.

Bei dieser schon zur Tradition gewordenen Feier stellte die Schützenkompanie Meran wieder die Ehrenformation. Dekan i. R. Albert Schönthaler - Zelebrant des Gedenkgottesdienstes - stimmungsvoll musikalisch umrahmt von der Musikkapelle Untermais und Männergesangsverein Meran - erinnerte an das Leid der Soldaten in den beiden Weltkriegen und betonte: "Niemand hat das Recht, einen anderen Menschen zu töten - egal aus welchen Gründen. Ehrfurcht und Respekt vor dem Leben muss oberstes Gebot sein...!" - so der Altdekan.

Zum Evangelium feuerte die Formation der Schützenkompanie Meran zu Ehren des Allerhöchsten eine Salve ab; eine weitere beim Abspielen des Liedes "Zum guten Kameraden" für alle Helden des I. Weltkrieges vor dem Österr. Ungar.-Gefallenen-Denkmal.

Die Ehrenwachen übernahmen die Schützen der SK Obermais und der SK Blasius Trogmann/Untermais.

Vor der Kranzniederlegung, dem Abschreiten und Segnen der Kriegsdenkmäler dankte der Obmann des veranstaltenden Vereines Herbert Tschimben Albert Schönthaler für die Abhaltung des Gedenkgottesdienstes, den Teilnehmern an der Gedenkfeier wie Bürgermeister Paul Rösch, der Schützenkompanie Meran, den Schützenabordnungen aus dem Burggrafenamt/Passeier sowie den Fahnenabordnungen verschiedener Organisationen.

Ein besonderer Dank erging an alle Helfer, die tatkräftig zum Gräberschmuck beigetragen und so der Feier einen festlichen Rahmen verliehen haben.

In seiner darauffolgenden Ansprache erinnerte Herbert Tschimben daran, dass - trotz der schrecklichen Geschehnisse, die die beiden Weltkriege hervorgerufen haben - auch heute noch in vielen Gebieten der Welt gekämpft wird.

Er schloss mit einem zum Nachdenken anregenden Zitat aus den "Moabiter-Sonetten" des deutschen Schriftstellers und Widerstandskämpfers Albrecht Haushofer: "Der Wahn allein war Herr auf diesem Land. In Leichenfeldern schließt sein stolzer Lauf - und Elend, unermessbar, steigt herauf."

Die Opfer der Krieges sollen uns Lebenden eine Mahnung sein und zugleich Aufforderung, die wieder den Frieden zu gefährden.

Mögen alle Gefallenen ruhen in Frieden...!

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