Maiprozession in Meran
Nach alter Tradition sollte am ersten Sonntag im Mai in den Abendstunden eine Lichterprozession durch die Meraner Altstadt abgehalten werden. Aufgrund der schlechten Witterung konnte diese jedoch nicht durchgeführt werden; es wurde in der Stadtpfarrkirche ein Wortgottesdienst – musikalisch gestaltet vom Stadtpfarrchor St. Nikolaus - abgehalten.
Dabei wurde an das Gelöbnis erinnert, das unsere Vorfahren in schweren Tagen der wiederholt drohenden Kriegsgefahr in den Jahren 1797 und 1799 mit der Errichtung der Muttergottes-Statue 1801 ablegten. Zum Dank für die verschont gebliebene Stadt Meran vor Kriegswirren und vor den Übergriffen italienischer napoleonischer Truppen aus dem Süden und ihren bayrischen Verbündeten aus dem Norden wurde eine alljährliche Bittprozession durch die Stadt zur Statue der Heiligen Muttergottes am Sandplatz gelobt.
Vor über 200 Jahren haben die Meraner um den Frieden gebetet, so wie es auch an einer Seite der Mariensäule geschrieben steht. Heute leben wir in einer Zeit des Friedens. Trotzdem gibt es viele geistige, soziale, ethische und ethnische Anliegen - auch Sorgen im Umgang mit der Schöpfung, die von den Meraner Pfarrgemeinden, der Bevölkerung und den Vereinen im Gebet vor Gott gebracht wurden.
