Herz Jesu-Feier
MERAN - Seit dem 1. Juni 1796 hat das Herz Jesu-Fest für uns Tiroler eine ganz besondere Bedeutung. Wegen großer Gefahr durch die in unser Land einrückende Napoleonische Armee wurde von unseren Vorfahren in einer Zeit der Not ein feierliche Bund mit dem Herzen Jeus geschlossen.
Andreas Hofer erhob das Herz Jesu-Fest am 6. Juni 1809 zum offiziellen Landesfeiertag.
Wie üblich nahmen die Schützen der Meraner Kompanie bereits in den frühen Morgenstunden die festliche Beflaggung der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus mit Kirchen-, Tiroler- und Schützenfahnen vor; ebenso in der Meraner Altstadt und am Sandplatz.
Im Anschluss an den Herz Jesu-Gottesdienst (den Lektorendienst übernahmen Mark. Conny und die Jungschützen Kilian, Anna, Emilie und Igor) in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus - musikalisch gestaltet vom Stadtpfarrchor - marschierten die Meraner Schützen zu den Klängen der Stadtmusikkapelle zum Sandplatz, um dort ihren schon zur Tradition gewordenen Festakt abzuhalten.
Nach Meldung durch Hauptmann Renato des Dorides an den Höchstanwesenden schritten Vize-Bürgemeisterin Katharina Zeller, Ex-Bürgermeister und Ehrenmitglied der SK Meran Dr. Günther Januth sowie Dekan Hans Pamer die Front ab
Ein "Stärkungs-Schnapserl danach" - aufgewartet von den Marketenderinnen Traudi und Conny - wurde gerne angenommen.
Höhepunkt des Herz Jesu-Festaktes war die feierliche Angelobung.
So legte Marketenderin Evelyn Grossteinervor der Herz Jesu-Kompaniefahne ihr feierliches Gelöbnis mit einem Bekenntnis zum Tiroler Schützenwesen ab.
Vornahme der Ehrungen für langjährige Zugehörigkeit (Marketenderin Rosmarie Pflug-Tolpeit für 5 Jahre, Fähnrich Christian Kienzl für 15 Jahre und die Schützen Sven Knoll und Jörg Stanzel für 25 Jahre). Geehrt wurden auch die Jungschützen Kilian Grossteiner mit dem Leistungsabzeichen des SSB in Silber, Anna Kienzl, Emilie und Igor Virgadaula mit dem Leistungsabzeichen in Bronze.
Vor der Ankündigung des Abfeuerns einer Ehrensalve für verstorbene Mitglieder der Meraner-Kompanie wurde nochmals auf den tieferen Sinn dieses großen Tiroler Feiertages für die Schützen eingegangen: "Schütze zu sein, heißt nicht nur für die Heimat einzutreten, die Tiroler Werte und den christlichen Glauben zu pflegen, sondern sich auch in die sozialen Belange der heutigen Gesellschaft einzubringen..!" - betonteSchütze Sven Knoll, der die Feier moderierte.
Aus diesem Grund wurde der gesamte Erlös in Höhe von € 700,-- aus der heurigen "Ostereier-Aktion" der Jungschützen und Jungmarketenderinnen dem Waisenhaus "Living Pearl" in der Ukrainie gespendet.
Der Festakt am Sandplatz endete mit einem "Gewehr-Präsentieren" der Meraner Schützen beim Abspielen der Tiroler Landeshymne und einem anschließenden Musikstück der Stadtmusikkapelle Meran - "untermalt" von Fahnenschwinger Claudio.
Danach marschierten die Schützen und die Musikanten gemeinsam zum Hotel "Meranerhof", um dort das Mittagessen einzunehmen.
Mit einem großen Blumenstrauß, einem Begrüßungsschnapserl und einem dreifachen "Schützen Heil" bedankten sich die Meraner Schützen bei Hausherrinnen Astrid und Beatrix Eisenkeilfür den freundlichen Empfang.
Am Abend traf man sich beim Herz-Jesu-Feuer im Weinacker der Familie Folie am Segenbühel.
