48. Bataillons- und Bezirksschützenfest in Reutte
REUTTE – Am Wochenende vom 18. und 19. Juli 2026 folgte die Schützenkompanie Meran der Einladung zum 48. Bataillons- und Bezirksschützenfest nach Reutte im Tiroler Außerfern.
Bereits am Samstag wurden die Meraner Schützenkameraden und Marketenderinnen in der Burgenwelt Ehrenberg herzlich empfangen – durch den Bürgermeister der Stadtgemeinde Reutte, Günther Salcher, den Hauptmann des Bataillons Reutte, Herbert Schweißgut, sowie den Obmann und Oberleutnant der Schützenkompanie Reutte, Martin Schweißgut.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Salzstadel führte der Geschäftsführer der Burgenwelt Ehrenberg, Armin Walch, persönlich durch die weitläufige Anlage. Die Ausführungen zur Geschichte und zur laufenden Restaurierung waren ebenso aufschlussreich wie spannend. Ein besonderes Privileg war die Besichtigung von Teilen der Ehrenburg, die der Öffentlichkeit bislang nicht zugänglich sind.
Ein weiterer Höhepunkt der Führung war die Begehung der „highline179“ – mit 406 Metern Länge und rund 114 Metern Höhe über dem Talboden die längste Fußgängerhängebrücke im Tibet-Stil und als solche im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Sie verbindet die Ruine Ehrenberg mit dem gegenüberliegenden Fort Claudia und bot den Meraner Schützen einen beeindruckenden Blick über den Reuttener Talkessel.
Nach dem Einchecken im Hotel nutzte die Abordnung die Gelegenheit, einige gesellige Stunden beim Stadtfest in Reutte zu verbringen.
Am Sonntagmorgen nahm die Kompanie vor dem Hotel Goldener Hirsch Aufstellung und marschierte gemeinsam zum Festplatz. Wegen der ungünstigen Witterung musste die Feldmesse kurzfristig in das Festzelt verlegt werden. Dekan Franz Neuner zelebrierte den Gottesdienst in würdigem Rahmen. Gegen Mittag lichteten sich die Regenwolken, sodass der Festumzug mit Defilierung vor der Ehrentribüne bei strahlendem Sonnenschein stattfinden konnte.
Im Festzelt klang das ereignisreiche Wochenende in kameradschaftlicher Runde aus. Bei Musik, gutem Essen und angeregten Gesprächen ergaben sich viele Gelegenheiten zum Austausch mit den Schützenkameraden und Marketenderinnen aus dem Außerfern – über das Schützenwesen diesseits und jenseits des Brenners, über gemeinsame Traditionen und über den Alltag in den jeweiligen Kompanien. Gerade diese persönlichen Begegnungen sind es, die das Band zwischen den Landesteilen Tirols lebendig halten.
Für die Schützenkompanie Meran war es zugleich eine Reise in eine Gegend, die vielen bislang nur dem Namen nach vertraut war. Umso schöner war es, einen der nördlichsten Teile Tirols mit seiner Geschichte, seiner Landschaft und vor allem seinen Menschen näher kennenzulernen – Eindrücke, die noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Ein herzlicher Dank gilt den Schützenkameraden und Marketenderinnen der Schützenkompanie Tirol, die dieses Wochenende gemeinsam mit uns verbracht haben, sowie ganz besonders der Schützenkompanie Reutte und der Stadtgemeinde Reutte für ihre außergewöhnliche Gastfreundschaft.

